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Neues vom Mieterbund.

Aktuelle Information über den Beratungsbetrieb (Stand: 06.11.2020)

Bitte beachten Sie, dass die Geschäftsstelle geschlossen ist.

Der Geschäftsbetrieb ist aber nicht eingestellt. Wir sind weiterhin täglich für Sie von 8.00 - 16.30 Uhr (Mo.-Do.) und von 8.00-12.30 Uhr (Fr.) telefonisch erreichbar. Weiterhin haben wir eine zusätzliche telefonische Hotline mit unseren Juristen eingereichtet. Diese findet Montag-Donnerstag von 10.00-11.00 Uhr und 16.00-17.00 Uhr und Freitag von 10.00-11.00 Uhr statt.

Wir möchten darauf hinweisen, dass Beratungen/Auskünfte nur noch telefonisch unter 0241/94979-0 oder per Email unter info@mieterverein-aachen.de stattfinden.

 

Wie können Unterlagen an den Mieterverein geschickt werden?

Notwendige Belege sollten mindestens zwei Tage vor dem Termin an uns geschickt werden. Per Mail an info@mieterverein-aachen.de oder per Fax: 0241/94979-15

per Fax: Bitte schreiben Sie Ihren Namen und Ihre Mitgliedsnummer auf die Dokumente

per Email: Bitte schreiben Sie im Betreff Name und Mitgliedsnummer. Verschicken Sie Dokumente nur als PDF-Datei. Trennen Sie die PDF-Dateien (z. B. Mietvertrag (extra PDF), Nebenkostenabrechnung (extra PDF), usw.). So können unsererseits die Emails schneller bearbeitet werden.

 

Bitte schicken Sie niemals Originale per Post an uns.

Erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen Mieterbund fordert Verlängerung des Kündigungsmoratoriums

­­­Berlin, 30. Oktober 2020
 
Mieterbund-Direktorin Dr. Melanie Weber-Moritz:
 
(dmb) Corona trifft die Deutschen hart. Die Pandemie und die erneut verschärften Maßnahmen bedeuten Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit für Millionen. So lag die Zahl der Kurzarbeit im August 2020 bei 4,6 Millionen Menschen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Anzahl der Arbeitslosen zwischen Ende 2019 und Ende August 2020 um rund 689.000 Personen. Das bedeutet einen Anstieg in Höhe von 30 Prozent innerhalb von acht Monaten. Mehr als ein Viertel aller Deutschen fürchten laut einer aktuellen Umfrage Zahlungsschwierigkeiten durch die Corona-Krise. 28 Prozent der Befragten sind unsicher, ob sie in den kommenden zwölf Monaten ihre Miete, Kredite und Versicherungsbeiträge zahlen können. Ende August hatten rund 15,5 Millionen Haushalte wegen der Krise weniger Einkommen zur Verfügung. Rund drei Viertel der betroffenen Haushalte fehlten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens.
 
Während das Einkommen sinkt, steigen die Mieten. In München liegt die Neuvertragsmiete mittlerweile bei 18,40 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt am Main zahlte man im 2. Quartal 2020 rund 15 Euro pro Quadratmeter. Auch die Wohnkostenbelastung ist enorm. Laut Statistischem Bundesamt lebten 11,4 Millionen Menschen in Deutschland im Jahr 2019 in durch ihre Wohnkosten überlasteten Haushalten. Das waren rund 14 % der Bevölkerung. Eine Überbelastung durch Wohnkosten liegt dann vor, wenn ein Haushalt mehr als 40 % seines verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgibt.
 
„Die aktuellen Zahlen lassen nur den Schluss zu, dass Bundesregierung und Bundestag das Ende Juni 2020 ausgelaufene Kündigungsmoratorium für Mieterinnen und Mieter wieder für mindestens sechs Monate in Kraft setzen müssen“, fordert die Bundesdirektorin des Deutschen Mieterbundes, Melanie Weber-Moritz. „Gerade in Krisenzeiten ist die eigene Wohnung für Mieterinnen und Mieter der wichtigste Ort, der auch ein sicherer Ort sein muss.“
 
Der Deutsche Mieterbund hatte sich bereits beim ersten Lock-Down für einen Kündigungsschutz für die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Not geratenen Mieterinnen und Mieter stark gemacht. Der daraufhin erlassene Corona-bedingte Kündigungsschutz endete jedoch auf Druck der CDU/CSU, entgegen der eindringlichen Forderung unter anderem des Deutschen Mieterbundes (DMB) ihn zu verlängern, mit Ablauf des Monats Juni 2020.
 
Das Ende März 2020 beschlossene Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht enthält eine Ermächtigung der Bundesregierung, den Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter zu verlängern, wenn die Beeinträchtigungen fortbestehen.
 
„Dieser Fall ist nun eingetreten. Vorgestern wurde die Verschärfung der Maßnahmen aufgrund der anhaltenden Pandemie beschlossen. Bundesregierung und Bundestag müssen jetzt von ihrem Recht Gebrauch machen, Mieterinnen und Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnungen zu schützen, wenn sie wegen der Folgen der Corona-Maßnahmen Einkommenseinbußen haben und ihre Miete nicht mehr zahlen können, um Kündigungen aufgrund von Zahlungsverzug zu verhindern,“ so Weber-Moritz.
 
+++

Ein schwarzer Tag für Millionen von Mieterinnen und Mietern in NRW: Neue Mieterschutz-Beseitigungsverordnung tritt heute in Kraft

Schonfrist für Mieter ist beendet!

Ab heute können auch corona-bedingte Zahlungsrückstände zu Kündigungen führen
Den vollständigen Artikel finden Sie unter folgendem Link:

https://archive.newsletter2go.com/?n2g=ut0klkgj-ohcpziz7-1d62&fbclid=IwAR3-HJ4zMUDFAEqz-gFV-wgAg65yzMJC0pUei981qWC5FX93fTRfzE1vObM

 

Schlechte Nachrichten für Aachener Mieter

Die CDU/FDP-Landesregierung plant die Abschaffung aller erweiterten Mieterschutzrechte für Aachen ab Juli 2020. Am 04.04.2020 stellte die Heimatministerin Scharrenbach die Pläne der Landesregierung zum Thema „Geltung erweiterter Mieterschutzrechte in NRW“ dar. (

https://mhkbg.nrw/ministerin-scharrenbach-neue-mieterschutzverordnung-soll-am-1-juli-kraft-treten).

 

Ungeachtet der derzeitigen Situation in unserem Lande will die Landesregierung die sogenannten erweiterten Schutzrechte nur noch in 18 Städten in NRW gelten lassen. Aachen wird aus dem Bereich herausgenommen.

 

Für Aachener Mieter bedeutet dies einen “Kahlschlag“ – bislang geltende Schutzregelungen entfallen; trotz ständig steigender Wiedervermietungsmieten gilt die Mietpreisbremse immer noch nicht.

 

Mietrecht ist Bundesrecht.

Mit Hinweis auf sehr unterschiedliche Wohnungsmärkte in Deutschland ist es üblich geworden, zwei- oder mehrstufige Mieterrechte zu schaffen.

 

Die jeweiligen Landeregierungen sollen in sogenannten Verordnungen festsetzen, was in welcher Gemeinde gilt. Hierbei soll die jeweilige Wohnungsmarktsituation angemessen berücksichtigt werden.

 

Beispiel „Kappungsgrenze“

Bundesweit gilt bei Mieterhöhung eine Begrenzung auf maximal 20 %-Erhöhung in drei Jahren, wenn die ortsübliche Miete (Mietspiegel) höher läge. (§558 Abs. 3 BGB). Die Wohnsituation in Aachen hat dazu geführt, dass bisher aufgrund des angespannten Marktes Mieterhöhungen nur auf 15 % statt 20 % möglich waren.

 

Dies gilt ab 01.07.2020 nicht mehr. Somit sind höhere Mieterhöhung dann zulässig.

 

Beispiel „Mietpreisbremse“

Bundesweit gibt es keinen Mieterschutz bei der Anmietung einer Wohnung. Bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen führen angespannte Märkte dazu, dass die neue Miete vielfach zwei bis drei Euro je Quadratmeter höher liegt, als der bisherige Mieter gezahlt hat. Auch werden teilweise Mieten vereinbart, die erheblich oberhalb des Mietspiegels liegen.

 

Dieser fehlende Mieterschutz bei Neuvermietungen soll durch die sogenannte Mietpreisbremse entgegen gewirkt werden. Die Bundesregierung strebt gerade eine Verschärfung an. Die CDU/FDP-Landesregierung will sie nur in 18 NRW Städten gelten lassen.

 

Die Aufhebung für Aachener Mieter bedeutet, dass diese bei der Anmietung einer neuen Wohnung weniger Schutz haben und mehr zahlen müssen.

 

Beispiel „Umwandlungsschutz“

Bundesweit gilt bei Umwandlung von Miete in Eigentumswohnung eine sogenannte Kündigungssperrfrist von drei Jahren, für Aachen galt bislang eine Sperrfrist von fünf Jahren. Nach den Plänen der CDU/FDP-Landesregierung werden ab Juli 2020 für neue Umwandlungen nur noch eine dreijährige Sperrfrist gelten.

 

Wenn man die Entwicklung der Mieten in Aachen sieht, verwundert, dass nunmehr ein Sachverständiger zum Ergebnis kommt, dass die Mietentwicklung in Aachen nicht drastisch ist. Es bleibt zu befürchten, dass ungeachtet der wirtschaftlichen Situation der Mieter es zu weiteren Mietpreiserhöhungen in Aachen und im Laufe der Zeit auch der umliegenden Städte kommen wird.

Kündigungsausschluss bei Zahlungsrückständen im Zusammenhang mit der Corona-Krise

Die Ausbreitung des Corona-Virus und die Empfehlung der Bundesregierung zu Hause zu bleiben und soziale Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren führt zu einer erheblichen Verunsicherung bei vielen Mietern. Auch sind im Zusammenhang mit der derzeitigen Situation verschiedene Fragen aufgetreten.

 

Der Mieterverein Aachen beantwortet einige wichtigen Fragen rund um das Thema Corona und Miete. Da die Situation juristisch nicht genau geklärt ist, kann jedoch nur eine Einschätzung wiedergegeben werden, keineswegs ein verbindlicher Rechtsrat.

 

Es wird somit gegebenenfalls notwendig sein mit dem zuständigen Rechtsberater in unserem Hausse Kontakt aufzunehmen.

 

Häufig gestellte Fragen:

 

1. Ich verdiene kein Geld mehr. Muss ich weiter meine Miete bezahlen?

Ja. Der Mieter ist grundsätzlich zur Mietzahlung verpflichtet. Der Bundestag hat am 25.03.2020 zwar den Gesetzesentwurf zur Abmilderung der Folgen von COVID-19-Pandemie beschlossen. Dies hat folgende Folgen:

  • Das Recht von Vermietern Mietern wegen Zahlungsrückständen zu kündigen wird für einen begrenzten Zeitpunkt eingeschränkt. Der Kündigungsausschluss gilt nur für Mietrückstände, die zwischen dem 01.04. und 30.06.2020 entstehen. Das Gesetz sieht vor, dass die Bundesregierung anschließend diesen Zeitraum verlängern kann, zunächst für drei weitere Monate.
  • Sind die Mietrückstände bereits vor dem 01.04.2020 entstanden, greift die Neuregelung nicht. Der Mieter ist nicht vor einer Kündigung und Räumungsklage geschützt.
  • Die Zahlungsrückstände müssen auf Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhen. Beispielsweise: Verdienstausfälle, Geschäftsschließung bei gewerblichen Mietern.

 

Hierbei ist folgendes zu beachten: Das neue Gesetz gilt nur für Kündigungen wegen Zahlungsrückständen. Alle anderen Kündigungen vom Vermieter sind weiterhin zulässig und möglich. Dies gilt beispielsweise für Eigenbedarfskündigungen oder Kündigungen aufgrund von Vertragsverstößen von Mietern.

 

2. Mieter müssen die Auswirkungen nachweisen.

Der Mieter muss nachweisen, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie keine oder teilweise keine Mieten gezahlt werden können. Das Bundesjustizministerium sieht folgende Nachweise als geeignet an: Verdienstbescheinigungen, Bestätigung des Arbeitgebers über Verdienstausfälle, Antrag auf staatliche Leistungen, Leistungsbescheide von Behörden.

 

3. Müssen die offenen Mieten nachgezahlt werden?

Die Pflicht zur Mietzahlung bleibt bestehen. Rückständige Mietschulden, die zwischen April und Juni 2020 auflaufen, müssen nachgezahlt werden. Das Gesetz räumt hierfür eine Frist bis zum 30.06.2022 ein. Erst wenn bis zum Ablauf dieser zweijährigen Frist die Mietrückstände nicht ausgeglichen sind, ist eine Kündigung des Vermieters wegen Zahlungsrückstands möglich.

 

Unabhängig davon können Vermieter bei Zahlungsrückständen weiterhin Verzugszinsen geltend machen.

 

4. Mein Nachbar ist an COVID-19 erkrankt. Darf ich die Miete mindern?

Nein. Die Erkrankung eines Mitbewohners oder Nachbarn stellt keinen Mangel der Mietsache und damit keinen Grund zur Mietminderung dar.

 

5. Muss ich meinen Vermieter in meine Wohnung wegen Wohnungsbesichtigung und Reparaturen lassen?

Ob der Vermieter die Wohnung des Mieters besichtigen darf hängt von einen Abwägung des Eigentumsrecht des Vermieters mit dem Recht des Mieters auf Privatsphäre ab. Bei der derzeitig andauernden Pandemie ist zudem der Schutz des Mieters auf körperliche Unversehrtheit zu beachten und maßgeblich. Besichtigungen, die keinen dringend notwendigen Zweck verfolgen müssen aus unserer Sicht auf die Zeit nach der Pandemie verschoben werden. Bei notwendigen Reparaturen (z. B. Rohrbruch) muss der Mieter aber den Zugang zur Wohnung gewähren.

 

6. Ich habe meine Wohnung gekündigt und muss eigentlich in den nächsten Wochen ausziehen. Nun bin ich an COVID-19 erkrankt und stehe unter Quarantäne. Muss ich ausziehen?

Nein. Der Vermieter kann in dieser Situation nicht vom Mieter verlangen, dass er die Wohnung räumt. Auch jetzt gilt schon im Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Vermieters. Insoweit kann der Mieter nicht zum derzeitigen Zeitpunkt zum Auszug verpflichtet werden.

 

7. Ich möchte umziehen. Geht das noch?

Derzeitig ist der Umzug noch möglich.

Hierfür können Umzugsunternehmen beauftragt werden, bzw. auch der Umzug durch Verwandte durchgeführt werden. Hierbei sind aber entsprechend der Empfehlung der Stadt Aachen u. a. selbstverständlich die gebotenen Hygienestandards und Einschränkungen auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes zu beachten.

Wird der Umzug mit privaten Helfern ausgeführt, sollten zunächst Verwandte in gerader Linie (Ehegatten, Lebenspartner) sowie Personen aus der eigenen Haushaltsgemeinschaft als Umzugshelfer herangezogen werden. Die Anzahl der privaten Umzugshelfer sollte auf das notwendige Minimum reduziert und die oben genannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln entsprechend eingehalten werden.

Eine nach dem Umzug durchgeführte Umzugsparty ist derzeitig nicht zulässig.

 

Wir möchten nochmalig darauf hinweisen, dass wir auch weiterhin für unsere Mitglieder da sind. Derzeitig können wir jedoch keine persönlichen Beratungen anbieten, auch ist unsere Geschäftsstelle für die Öffentlichkeit in der Talstraße 2 in Aachen geschlossen.

 

Wir bitten Sie, Ihre Mietrechtsfragen telefonisch, per Email oder per Post zu stellen. Wichtige Unterlagen sollten eingescannt und uns zugesandt werden.

 

Wir wünschen allen, dass Sie gesund bleiben!

 

Ihr Team vom Mieterschutzverein Aachen e. V.

Bilder aus der Nachbarschaft Wir sollten auch in den schwierigen Zeiten daran denken, dass es wichtigere Werte für unser Zusammenleben gibt, als der Vorrat an Toilettenpapier. Wir brauchen vielmehr Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme.

Fairer Interessenaustausch zwischen Mietern und Vermietern notwendig

„Dies sind keine Zeiten der Auseinandersetzung, sondern der gemeinsamen Verantwortung!“ so das übereinstimmende Eingangsstatement von Hans Knops, Geschäftsführer des Mieterschutzverein Aachen e.V. und Tobias Hundeshagen, Geschäftsführer des Aachener Haus & Grund.
„Da Vermieter und Mieter wegen finanzieller Einbußen gleichermaßen in eine finanzielle Schieflage geraten können, schlagen die Spitzenverbände, wie der Bundesverband Deutsche Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Deutsche Mieterbund, die umgehende Einrichtung eines ,Sicher-Wohnen-Fonds‘ vor, um den Fortbestand der Mietverhältnisse für Vermieter und Mieter zu sichern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Dieser an die Bundesregierung gerichteten Forderung schließe man sich „uneingeschränkt“ an: „Schnelle staatliche, unbürokratische Unterstützung ist für Vermieter und für in Not geratene Mieter dringend notwendig. Denn aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation darf unter keinen Umständen der Verlust einer Wohnung drohen.“
„Das Mietrecht bietet dafür keine Lösung, denn so würde finanzielle Not nur von einer Person zur nächsten verlagert. Je länger die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der CoronaEpidemie aber andauern, desto mehr muss ein fairer Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern gewahrt sein“, erklären Knops und Hundeshagen. Hundeshagen fordert dabei eine staatliche Wohnkostengarantie, die allen selbstnutzenden Eigentümern die Zahlung anstehender Wohnkosten und allen Mietern die Zahlung anstehender Mieten sichert. „Dafür braucht es eine verbesserte Auszahlung von Wohngeld als Lasten- und Mietzuschuss sowie die Zahlung der Kosten der Unterkunft direkt an die Eigentümer“, sind sich Hans Knops und Tobias Hundeshagen einig. „Ganz wichtig ist, dass Mieter den Kontakt zu ihrem Vermieter suchen, wenn sie die Miete vorübergehend nicht zahlen können“, so Knops und Hundeshagen übereinstimmend.
Die Geschäftsstellen des DMB Aachen und des Aachener Haus & Grund sind derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Vereine stehen aber weiterhin zu den bekannten Geschäftsöffnungszeiten den Mitgliedern der Vereine für die telefonische Rechtsberatung und für schriftliche Anfragen zur Verfügung.

 

Hans Knops 
Geschäftsführer

Mieterschutzverein für Aachen und Umgegend e. V. 
Tel: 0241/949790
Fax: 0241/9497915
info@mieterverein-aachen.de

 

Tobias Hundeshagen
Geschäftsführer

Aachener Haus & Grund e.V. 
Boxgraben 36a
52064 Aachen 
Tel: 0241/47 47 610 
Fax.: 0241/47 47 640 
kontakt@HausundGrund-Aachen.de

Pressemitteilung DMB NRW

Schutz für Mieter nutzt auch (Klein-)Vermietern
 
Deutscher Mieterbund NRW fordert Hilfsfonds „Wohnen“ für Mieten und Nebenkosten

 
Düsseldorf, 26.03.2020: „Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es bei zahlreichen Mieterhaushalten zu Einkommensausfällen und dadurch zu Mietrückständen. Mietern droht der Zahlungsverzug, aber auch (Klein-)Vermieter können wegen finanzieller Einbußen in Schieflage geraten“, weist Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbunds NRW, auf ein drohendes Problem hin.
 
Deshalb fordert der Deutsche Mieterbund NRW aus dem vom Land geschnürten Rettungspaket einen Sicherungsfonds „Wohnen“, um den Fortbestand des Mietverhältnisses zu gewährleisten. Mieter, die aufgrund der Corona-Krise ihre Miete ganz oder teilweise nicht zahlen können, sollen sich online an den Hilfsfonds wenden können, um die Übernahme ihrer Mietzahlung zu beantragen.
 
Der Landtag von NRW hat in dieser Woche das Gesetz zur Errichtung eines Sondervermögens verabschiedet. Dieses sogenannte NRW-Rettungsschirmgesetz wird von einem Nachtragshaushaltsgesetz für das Jahr 2020 flankiert. Damit stehen bis zu 25 Milliarden Euro zur Verfügung, um die direkten und indirekten Folgen der Corona-Krise abzufedern. Die Landesregierung hat angekündigt, daraus unbürokratische Hilfen für Betroffene zur Verfügung zu stellen.    
 
Insbesondere zum Schutz der Gesundheit müssten jetzt Maßnahmen zur Verhinderung von Räumungsverfahren unternommen werden.    Neben Bund und Land sind auch die Versorger aufgefordert, während der Pandemie auf Versorgungssperren zu verzichten. „(Warm-)Wasserversorgung, Strom und Heizung bei Nachtemperaturen von immer noch nahe Null Grad, gehören zu Existenzbedürfnissen und dürfen gerade in Zeiten wie diesen nicht den Schwächsten vorenthalten werden“.   
 
Ergänzend dazu hat der Bundestag das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ verabschiedet. Mieterinnen und Mieter, die aufgrund der COVID-19-Pandemie im Zeitraum von April bis Juni 2020 ihre Miete nicht oder nicht vollständig zahlen können, sind ab April 2020 bis Ende Juni 2022 vor der Kündigung ihrer Mietverträge wegen Zahlungsverzugs sicher. 
Der Fonds soll die Miete bei COVID-19-bedingtem Ausfall als Zuschuss oder zinsloses Darlehen übernehmen und an den Vermieter auszahlen, um so das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter nicht zu belasten. „Fehlt es an einer finanziellen Unterstützung, dann werden zahlreiche Mieter nach der Pandemie den Mietrückstand nicht oder nur teilweise ausgleichen können. Der Solidarfonds muss diese Lücke schließen“, so Hans-Jochem Witzke.
 
Pressekontakt: Deutscher Mieterbund Nordrhein-Westfalen e.V. Kreuzstraße 60 | 40210 Düsseldorf Hans-Jochem Witzke (1. Vorsitzender) Tel.: 0211/ 586009-0 | Fax: 0211/ 586009-29 | mobil: 0173/5384431 hans-jochem.witzke@dmb-nrw.de  Silke Gottschalk (Geschäftsführerin) Tel.: 0211/ 586009-13 | Fax: 0211/ 586009-29 | mobil: 0171/8694219 silke.gottschalk@dmb-nrw.de | www.dmb-nrw.de

Mieterbund begrüßt Gesetzentwurf des BMJV zum Kündigungsausschluss

(dmb) „Der Deutsche Mieterbund begrüßt und unterstützt den Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), mit dem Mieterinnen und Mieter vor Kündigungen in Folge der Covid-19 Pandemie geschützt werden sollen. Damit folgt das BMJV einem dringenden Appell des Deutschen Mieterbundes“, erklärt der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten.

Vorgesehen ist, dass Mietern, die aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 ihre Miete im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. September 2020, also sechs Monate lang, ganz oder teilweise nicht zahlen können, nicht gekündigt werden darf.
Der Mieter hat weiterhin bis Ende September 2022 Zeit, die in diesem Zeitraum nicht gezahlte Miete nachzuzahlen. Der sechsmonatige Zahlungsrückstand kann also bis Oktober 2022 nicht zur Kündigung des Mieters führen. Dies wird von uns ausdrücklich begrüßt. Der Zeitraum von sechs Monaten muss aber verlängert werden, sofern sich die Auswirkungen der Pandemie  über einen längeren Zeitraum erstrecken. Besser wäre es, ihn von vornherein auf zwölf Monate zu verlängern.
Wichtig ist außerdem, dass der Zusammenhang zwischen der Covid-19 Pandemie und der Nichtzahlung laut Gesetzentwurf vermutet werden soll. Dies bedeutet schnellen und vor allem unbürokratischen Schutz für die Mieter.

„Wichtig ist, dass Mieter Sicherheit haben, ihre Wohnung oder ihre Gewerberäume nicht wegen der Corona-Krise zu verlieren. Wir weisen deutlich auf unsere gemeinsam mit dem GDW an die Bundesregierung gerichtete Forderung hin, zur Vermeidung finanzieller Härten einen „Sicher-Wohnen-Fonds“ einzurichten“, so Siebenkotten.

VORSICHT! Betrüger am Telefon

Scheinbar bundesweit geben sich Betrüger am Telefon als Angestellte des Mietervereins bzw. Mieterbundes aus und versuchen, persönliche Daten abzufragen.

Sollten auch Sie einen solchen Anruf erhalten, meist von einer Handynummer, geben Sie keinesfalls ihre persönlichen Daten am Telefon preis! Beenden Sie bitte sofort das Telefonat und informieren Sie uns!

Neue Mietspiegel

Ab sofort stehen für folgende Städte die aktuellen Mietspiegel hier zum Download bereit

Aachen, Alsdorf, Erkelenz, Eschweiler, Gangelt, Geilenkirchen, Hückelhoven, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg

Neuer Mietspiegel für Wegberg

Ab sofort steht der neue Mietspiegel für Wegberg hier zum Download zur Verfügung

Bundesweiter Heizspiegel 2018 Pressemeldung für den 10. Oktober 2018

Deutscher Mieterbund und co2online:

Neuer Heizspiegel zeigt: Heizen mit Heizöl wird wieder teurer

Sanierungsstand ist wichtigster Faktor für Heizkosten und Klimaschutz

Abrechnung für 2017: Heizöl-Nutzer zahlen drauf, Kosten für Erdgas und Fernwärme sinken

Prognose 2018: Heizen mit Heizöl noch teurer

790 Euro – so hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung mit Erdgas-Zentralheizung im vergangenen Jahr. Während in energetisch guten Häusern 520 Euro gezahlt wurden, mussten Bewohner von energetisch schlechteren Wohnungen 1.110 Euro zahlen. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2018, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heute im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat.

Verbraucher können auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de kostenlos prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Der Heizspiegel-Flyer ist ab Mitte Oktober bundesweit bei vielen Mietervereinen sowie Städten und Gemeinden erhältlich.

Prognose: Heizen mit Heizöl teurer als mit Erdgas

Die Heizkosten haben sich im vergangenen Jahr je nach Energieträger uneinheitlich entwickelt. In einer 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizöl-Zentralheizung sind die Kosten wegen höherer Heizöl-Preise im Schnitt um 85 Euro gestiegen – auf 750 Euro pro Jahr. In einer Wohnung mit Erdgasheizung sanken die durchschnittlichen Kosten auf 790 Euro (minus 20 Euro). Bei Fernwärme waren es 895 Euro (minus 35 Euro).

Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr fortsetzen: Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise wahrscheinlich mit 8 Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten um etwa 3 Prozent sinken. Damit würde das Heizen mit Heizöl seinen Kostenvorteil verlieren und wieder teurer sein als das Heizen mit Erdgas.

Sanierungsstand: wichtigster Faktor für Heizkosten und Klimaschutz

Der Heizspiegel macht deutlich: Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Heizkosten zwar auf den ersten Blick relevant – wesentlich wichtiger ist jedoch der Sanierungsstand eines Hauses.

„Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Auch die CO2-Emissionen sind in besser sanierten Gebäuden deutlich geringer.“ In einem energetisch besseren Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung entstehen in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es 4,1 Tonnen. Um diesen CO2-Unterschied zu kompensieren, müssten rund 200 Bäume gepflanzt werden.

Mieterbund: Mieter können Heizkosten senken

Die Höhe der Heizkosten hängt maßgeblich vom Witterungsverlauf, dem Sanierungsstand des Hauses, aber auch vom konkreten Verbrauchsverhalten der Mieter ab. Das bestätigt Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten: „Der Heizspiegel gibt Mietern einen Überblick über die Verbräuche und Heizkosten des eigenen Wohngebäudes. Online können sie sogar ihre eigene Wohnung vergleichen und herausfinden wie hoch ihr persönliches Sparpotenzial ist. Viele Mieter können durch ein anderes Verhalten ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten.“

Rechner für Heizkosten und Tipps zum Sparen

Mit einem kostenlosen Heizkostenrechner erfahren Mieter und Eigentümer auf www.heizspiegel.de, wie ihre Wohnung oder ihr Haus bei Heizkosten und Heizenergieverbrauch abschneidet. Außerdem finden sie dort zahlreiche Tipps zum Senken ihrer Heizkosten.

 

Weitere Daten und Hintergründe aus dem Heizspiegel

Was ist die „durchschnittliche Wohnung“?

Als durchschnittliche Wohnung wird eine 70 Quadratmeter große Wohnung bezeichnet, die in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus liegt. Sofern nicht anders bezeichnet wird sie zentral mit Erdgas beheizt.

Wie hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten 2017?

In der durchschnittlichen Wohnung zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung 2017 im Schnitt rund 790 Euro. In Wohnungen mit Heizöl-Heizung waren es etwa 750 Euro, bei Fernwärme rund 895 Euro. Andere Energieträger wie Strom oder Biomasse werden nur in etwa elf Prozent aller Haushalte genutzt. Deswegen sind sie bisher nicht Teil der Heizspiegel-Auswertung.

Prognose: Welche Heizkosten sind für das Abrechnungsjahr 2018 zu erwarten?

In erdgas- und fernwärmebeheizten Gebäuden werden die Heizkosten 2017 voraussichtlich um etwa 3 Prozent sinken. Bewohner von Häusern mit Heizöl-Heizung müssen mit einem Anstieg der Heizkosten um 8 Prozent rechnen.

Wie wird die Prognose für 2018 berechnet?

Die Prognose für 2018 berücksichtigt wetterbedingte Veränderungen und die Entwicklung der Energiepreise. Die Temperaturen in der Heizperiode 2018 werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 3,7 Prozent höher sein. Die mittleren Energiepreise entwickeln sich aus aktueller Sicht unterschiedlich: Bei Erdgas und Fernwärme dürften die Preise 2018 durchschnittlich um 1,5 Prozent sinken, bei Heizöl um rund 13 Prozent steigen.

Welchen Einfluss haben die Emissionswerte der Energieträger auf die CO2-Emissionen eines Gebäudes?

Die Energieträger Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben unterschiedliche CO2-Emissionswerte. Das heißt: Pro Kilowattstunde (kWh) erzeugter Energie entstehen je nach Energieträger unterschiedlich viele Kilogramm (kg) klimaschädliches CO2.

  • Erdgas: 0,25 kg/kWh
  • Heizöl: 0,319 kg/kWh
  • Fernwärme: 0,261 kg/kWh

Heizöl-Heizungen schneiden hier also vergleichsweise schlecht ab. Hinzu kommt, dass ölbeheizte Häuser im Schnitt älter sind als Häuser mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung. Deshalb haben sie oft einen vergleichsweise hohen Verbrauch.

Wie wird die Spanne der Heizkosten berechnet?

Die Spanne der Heizkosten ergibt sich aus einem Vergleich der Heizspiegel-Kategorien „niedrig“ und „zu hoch“. Dabei werden die in der jeweiligen Kategorie angegebenen Kosten pro Quadratmeter mit 70 multipliziert (70 Quadratmeter beträgt die Größe der durchschnittlichen Wohnung). Für das Abrechnungsjahr 2017 ergeben sich folgende Spannen:

  • Erdgas: 520 bis 1.110 Euro
  • Heizöl: 520 bis 1.040 Euro
  • Fernwärme: 620 bis 1.380 Euro

Über den Heizspiegel für Deutschland und seine Vergleichswerte

Der Heizspiegel für Deutschland (https://www.heizspiegel.de/) ist ein Projekt von co2online, unterstützt durch die Kampagne „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Er entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund e. V. und wird seit 2005 jedes Jahr von co2online realisiert.

Der Heizspiegel lässt sich auf Wohngebäude anwenden, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. In den Vergleichswerten sind die Anteile für Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung enthalten. Für den Heizspiegel 2018 hat co2online rund 61.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

Neue Datenschutz-Grundverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Wie bereits in der Vergangenheit legen wir auch zukünftig großen Wert darauf, die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten. 

Daher ändert sich bei uns nichts.

Wir möchten aber unserer Informationspflicht nachkommen und Sie über Ihre gespeicherten Daten, über die Art, Umfang sowie den Zweck der Speicherung informieren, dass wir Ihre Daten vertraulich behandeln und Sie über die Ihnen zustehenden Rechte aufklären.

 

Über folgende Punkte möchten wir Sie aufklären:

  • Kontaktdaten der für die Verarbeitung verantwortlichen Stellen
  • Welche Quellen werden zur Erhebung von personenbezogenen Daten genutzt?
  • Wofür werden Ihre Daten verarbeitet (Zweck) und auf welcher Rechtsgrundlage?
  • Weitergabe von Daten an Dritte
  • Speicherdauer der Daten/Löschfristen
  • Besondere Verarbeitung bei Websitenutzung
  • Datenschutzrechte der betroffenen Personen

 

Unsere detaillierte Datenschutzerklärung finden Sie hier.

 

Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 

Ihr Mieterschutzverein-Team

 

Spielregeln für Mieter zur Fußballweltmeisterschaft

WM gucken, Grillen, gemeinsam feiern - für die einen ein "Sommermärchen", für die anderen lästige Störung und Ärgernis. Wie das so ist, wenn Menschen in einer engen Nachbarschaft und unter einem Dach wohnen. Mögen sich Fußballfans jetzt im Ausnahmezustand fühlen - Recht und Gesetz machen keine Ausnahme.

 

Der Mieterverein Aachen e. V. hat die wichtigsten Regeln für Mieter zusammengestellt, damit der Hausfrieden nicht leidet.

 

WM-Party:

Erlaubt ist "Privat Viewing" mit Freunden auf Balkon, Terrasse oder Garten. Aber: Ab 22 Uhr gilt die gesetzliche Nachtruhe, danach ist nur noch Zimmerlautstärke zulässig. Dann gehört der Fernseher wieder ins Wohnzimmer und die Fenster müssen zu bleiben. Ein lautstarkes "Toooooooor" allein rechtfertigt allerdings noch keine "Gelbe Karte", zumal dieser Schrei gleichzeitig aus vielen Wohnungen erschallt.

 

Grillen:

Erlaubt ist auch das Grillen. Aber: Der Duft gegrillter Würstchen und Steaks darf nicht zur Belästigung durch Rauch und den Geruch verbrannten Fetts werden, die in die Nachbarwohnung ziehen. Mit einem Elektrogrill lässt sich das vermeiden. Der ist auch sicherer.

 

Deko:

Erlaub ist, dass Mieter "ihre" Nationalmannschaft mit Fähnchen, Transparenten oder Postern an den Wohnungsfenstern optisch feiern. Mietvertragliche Verbote gelten nur für politische, hetzerische oder stark polarisierende Inhalte. Sogar eine Fahne darf aus dem Fenster wehen, wenn sie sicher befestigt ist und niemandem die Sicht nimmt. Wer eine Fahne am Gebäude, zum Beispiel am Balkongeländer anbringen will, muss allerdings den Vermieter fragen.

 

Zum Schluss noch ein praktischer Tipp für alle Fußballfans: Sagen Sie den anderen Hausbewohnern vorher Bescheid, besser noch - laden Sie Ihre Nachbarn zur WM-Party ein.

Neuer Heizkostenspiegel für NRW und Deutschland

Ab sofort steht der neue Heizkostenspiegel für NRW und Deutschland hier zum Download bereit

Mietspiegel Aachen, Herzogenrath, Würselen 2017

Die neuen Mietspiegel stehen ab sofort hier zum Download bereit.

 

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